Der Landwirt
Seit über 35 Jahren im Gemüsebau – vom Hausgarten bis zum eigenen Betrieb. Akademisch ausgebildeter Gartenbau-Ingenieur (B.Sc.) mit Master im Qualitätsmanagement, geprägt von Praxis, Forschung und Unternehmertum. Ökologisch arbeitend, fachlich präzise, ohne Ideologie. Schwerpunkte: Pflanzenernährung, Phytomedizin, Geflügelhaltung. Lieblingskulturen: Tomaten, Kartoffeln, Getreide, Mais.

Kein Hobbygärtner, sondern Gemüseprofi mit Haltung und Anspruch.
Wer mehr wissen möchte ↓Wer hier ackert
Ich bin 39. Und mache Gemüse, seit ich fünf bin. Nicht aus einer Laune heraus, sondern mit Konsequenz.
Während andere noch ausprobiert haben, was ihnen liegt, war für mich früh klar: Gemüsebau ist kein Hobby, sondern ein Handwerk – und eine Wissenschaft. Qualität ist kein Zufall. Und bei manchen Kulturen spiele ich lieber gleich in der ersten Liga, statt rumzudoktern. Kartoffeln zum Beispiel.
Angefangen hat alles im Hausgarten meiner Eltern. Mit neun habe ich samstags ehrenamtlich im Schulungszentrum Hohenbuchen mitgearbeitet, mit 13 bekam ich zusätzliche Flächen bei einer Gärtnerei. Im Jahr 2000 bin ich gemeinsam mit einem Freund – heute ebenfalls studierter Landwirt – richtig eingestiegen: sechs Jahre Gemüsebau, Verkauf mit dem Handwagen in einer Wohnsiedlung. Direkt, ehrlich, ohne Schnickschnack. Danach allein weiter.
Fachlich sauber. Akademisch fundiert. Praktisch erprobt.
2002 folgte die Ausbildung zum Landwirtschaftlich-technischen Assistenten / Saatzuchttechniker bei der SAKA Pflanzenzucht-GbR in Grabau. Die Ausbildung war auf universitärem Niveau: praktische Pflanzenzüchtung, dazu fundierte biologische und chemische Grundlagen. Heute wird diese Ausbildung in einschlägigen Studiengängen mit bis zu drei Semestern anerkannt.
Freizeit war in der Zeit eher theoretisch vorhanden. Mein Motto: 24/7 – geschlafen wird an Weihnachten.
Um mir den Weg in Richtung Pflanzenzüchtung oder Agrochemie offenzuhalten, habe ich das Fachabitur in neun Monaten nachgeholt und Landwirtschaft studiert. Der erste Standort an der FH in Kiel war ein Fehlgriff – passiert. 2007 der Wechsel zum Gartenbau-Studium an der Hochschule Osnabrück. Eine gute Entscheidung.
Dort kamen betriebswirtschaftliches Denken und tiefgehende Kenntnisse im Zierpflanzen-, Gemüse- und Obstbau dazu. Schwerpunkte: Phytomedizin, Pflanzenernährung, Biostatistik.
Ein Praktikum beim Pflanzenschutzamt Hamburg, einem der renommiertesten Institute für biologischen Pflanzenschutz, hat mir vor allem eines beigebracht: Was im Öko-Pflanzenschutz möglich ist – und was nicht.
Betrieb statt Theorieblasen
2010 wurde der Nebenerwerbsbetrieb ausgeweitet, unter anderem um Topfkräuter. Im selben Jahr habe ich meinen Bachelor als Ingenieur für Produktionsgartenbau (B.Sc.) abgeschlossen. Meine Bachelorarbeit: Sojaanbau in Deutschland – inklusive eigenem Sortenversuch.
Parallel begann ich den Master in Agro-/Horti-Qualitätsmanagement. Ein geplantes Promotionsprojekt zur Abwärmenutzung wurde mir zu vage, zu verschoben, zu theoretisch. Also habe ich das gemacht, was mir liegt: auf den eigenen Betrieb geschaut, gerechnet, analysiert, ein tragfähiges Betriebskonzept entwickelt.
Die Masterarbeit entstand bei Prof. Dr. Recke und behandelte die Wirtschaftlichkeit mobiler Hühnerställe, Betriebsplanung & Wirtschaftlichkeitsrechnung für Hof Lemsahl und Modulation / angewandter Risikoanalyse mit „Value at Risk“.
Ab 2013 kamen Flächen dazu, ab 2015 die Hofstelle – ein Pachthof der Stadt Hamburg. Anfangs lag der Fokus auf Großhandel, später wurde der Hofladen ausgebaut, die Direktvermarktung mit Geflügel gestärkt. Gewächshausbetriebe wurden bewusst wieder eingestellt, wenn sie nicht ins Gesamtkonzept passten. Seit Juni 2022 ist die SoLaWi ins Leben gerufen.
Heute
Mein Wissen stammt nicht nur aus Abschlüssen. Der größere Teil kommt aus Praxis: Fachzeitschriften, Feldtage, Seminare, Beratung – und aus fast 35 Jahren eigener Erfahrung im Gemüsebau.
Ich arbeite ökologisch, aber nicht blauäugig.
Schwerpunkte
- ✓Pflanzenernährung im Öko-Betrieb
- ✓Phytomedizin
- ✓Geflügelhaltung
Lieblingskulturen: Tomaten, Kartoffeln, Getreide und Mais.
"Ich bin kein Romantiker, der ein bisschen Gemüse macht. Ich bin Gemüseprofi – mit Anspruch, Haltung und sehr genauer Vorstellung davon, wie gute Landwirtschaft funktioniert."
Komm vorbei
Wer den Hof und die Arbeit dahinter kennenlernen möchte, ist willkommen.